Olivia Notaro

 
Verschiedene Zeitschichten entstehen durch die fortlaufende materielle Überlagerung, jeder neue Hintergrund lässt den Vorherigen zu Erinnerung werden. Das Werk wird so aus seinem Zustand der Vollendung herausgeholt und im konstanten Zustand des Werdens begriffen sein. 
Die Jury ist von der konzeptuellen und handwerklichen Leistung der Arbeiten und deren subtilen, malerischen Ästhetik überzeugt, Der Frauenkunstpreis von  CHF 10‘000 soll Olivia Notaro ermutigen ihre  konsequente Arbeit  weiterzuführen.
Website der Künstlerin: 
http://www.olivianotaro.ch
Künstlerinnen der engeren Wahl sind:
Salomé Bäumlin und Renée Magaña
Die beiden Künstlerinnen nehmen 
an der Ausstellung anlässlich der Preisverleihung ebenfalls teil.Start.htmlStart.htmlStart.htmlStart.htmlStart.htmlStart.htmlStart.htmlStart.htmlStart.htmlStart.htmlStart.htmlStart.htmlStart.htmlhttp://www.olivianotaro.chStart.htmlshapeimage_2_link_0shapeimage_2_link_1shapeimage_2_link_2shapeimage_2_link_3shapeimage_2_link_4shapeimage_2_link_5shapeimage_2_link_6shapeimage_2_link_7shapeimage_2_link_8shapeimage_2_link_9shapeimage_2_link_10shapeimage_2_link_11shapeimage_2_link_12shapeimage_2_link_13
Olivia_Notaro2.html
Blumen für eine Unbekannte"Olivia_Notaro2.html
Animation /Performance"Olivia_Notaro2.html

Preisträgerin 2012: Olivia Notaro

Preisverleihung:

Freitag, 19. Oktober 2012, 18.30 Uhr im Kunstmuseum Thun

Jury-Begründung:

Die Jury ist beeindruckt von Olivia Notaros Kontinuität und Konsequenz in ihrer Arbeit und im Umgang mit dem Medium Malerei. Durch ihren Ansatz der „Never Ending Painting Performances“, die weder einen festen Standort noch ein bestimmtes Ende haben, schafft die Künstlerin es, die traditionelle Technik in einem sehr zeitgenössischen Sinn anzuwenden, weiterzuführen, zu erweitern und zu dokumentieren. Dank ihrer Ausbildung als "trompe l'oeil"-Malerin und der äusserlichen Nähe zur Pleinair-Malerei entsteht auf den ersten Blick ein Anachronismus zu Olivia Notaros zeitgenössischer Handhabung des Mediums, der das Publikum immer wieder zu überraschen vermag.

Diese Beschäftigung stellt für die Künstlerin eine praktische und theoretische Forschungsarbeit in den Bereichen Malerei, Performance, Installation sowie „Relational Aesthetics“ dar. Dabei interessieren sie auch das Ausloten und Verwischen von Grenzen zwischen verschiedenen Entstehungs- und Präsentationsorten von Kunst. In dem sie in Museumräumen arbeitet und somit

Ateliergrenzen verschiebt, geschieht eine Untersuchung, Umdrehung, und Destabilisierung zeitlicher Abläufe des „Kunstbetriebs“ sowie von Standorten und der Mobilität von Werken. Wo, wann und wie passiert Kunst?

Olivia Notaro nimmt mit Werken ihre Umgebung in Beschlag und eignet sich zurückgelassene Gemälde sowie schon bestehende Strukturen wie beispielsweise der Raum im Bild solcher an – so auch in der Serie Moment#, in der sie den Bildhintergrund eines namenlosen Herrenportraits immer wieder der jeweiligen Wandoberfläche anpasst. Durch die Eingriffe wird das Gemälde in verschiedene Kontexte versetzt und die schon im Bild angelegte Erzählung wird weitergesponnen.