Preisträgerin 2009: Barbara Meyer Cesta

Jury-Begründung:

2009 verleiht die Stiftung Frauenkunstpreis auf Vorschlag der fünfköpfigen Jury den mit CHF 10.000 dotierten Förderpreis an Barbara Meyer Cesta (*1959). Die Künstlerin erhielt durch Projekte unter dem Label Haus am Gern mit kontextspezifischen Interventionen seit 1998 Aufmerksamkeit. Mit der Vergabe des Preises fördert die Stiftung Frauenkunstpreis Barbara Meyer Cesta als Einzelkünstlerin und ermöglicht die Produktion und Präsentation ihrer eingereichten Arbeit  about blood I-V . 

Für  about blood I-V hat Meyer Cesta fünf digitale Vorlagen für die Darstellung von Blutspritzern vergrössert und diese Form mit dickflüssiger Chinatusche ausgemalt. Die entstandenen Bilder fotografierte sie bei diffusem Tageslicht ab und druckte das fotografische Abbild digital auf dünnes Japanpapier. Als 'Bild vom Bild' präsentiert die Künstlerin den Betrachter/innen die vermeintlichen Blutflecken und lenkt die Blicke über den haptischen Effekt und das Spiel mit verschiedenen Abbildungsebenen auf eine bedeutungsschwere Bildsprache: Im Blut kumulieren Symbolkraft und Verlockung ebenso wie Ekel, Angst und Verbrechen. Gleichzeitig wird die Bewältigung der Wirklichkeit in einer inszenierten Künstlichkeit angeboten und zur Diskussion gestellt.